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Einbruchhemmung und SicherheitEinbruchhemmende Fenster (Sicherheitsfenster) sind grundsätzlich als Bestandteil eines Sicherheitskonzeptes zu sehen. Hieraus resultiert auch die Anforderung an das Bauteil Fenster, in Form einer Widerstandsklasse. Es sind, je nach Sicherheitsanforderungen verschiedene Stufen der Einbruchhemmung lieferbar, die sich durch Beschlag und Glas unterscheiden. Grundsätzlich kann die Verglasung für einbruchhemmende Fenster unabhängig von der Beschlagausführung gewählt werden. Allerdings ist ab Widerstandsklasse WK2 nach DIN V ENV 1627 die Kombination von Beschlag und Glas für einbruchhemmende Fenster fest vorgeschrieben. Einbruchhemmende Fenster in Kombination mit erhöhtem Wärme- und Schallschutz sind nicht selten; allerdings sind Einschränkungen möglich. In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Produkt-Kombinationen unserer Fenster mit Einbruchhemmung dargestellt. Ein leeres Feld bedeutet, daß keine bindende Vorschrift existiert.
Die bisherige DIN V 18054 wurde durch die neue DIN V EN V 1627 abgelöst. SicherheitsgläserDie Gläser werden in 'DIN EN 356, Glas im Bauwesen - Sicherheitssonderverglasung - Prüfverfahren und Klasseneinteilung des Widerstandes gegen manuellen Angriff' (früher DIN 52 290) nach ihrer Schutzwirkung klassifiziert. Durchwurfhemmende GläserDie Klassen P1 bis P5 beschreiben Scheiben mit Durchwurfhemmung mit steigender Schutzwirkung. Das Prüfverfahren simuliert den Versuch der Zerstörung der Scheibe mit einem schweren Wurfgeschoß. Hierbei fällt eine 4,11 kg schwere Metallkugel (Durchmesser 100 mm) auf eine Glasprobe (1100 x 900 mm) 3 x hintereinander aus gleicher Höhe. Die Einteilung erfolgt durch die Fallhöhe und die Trefferfläche.
Durchbruchhemmende GläserDie Klassen ab P6 bis P8 (Durchbruchhemmung) simulieren den Angriffsversuch mittels einer Axt. Es wird versucht, einen quadratischen Durchbruch mit einer Kantenlänge von 400 mm zu schaffen. Die Definition erfolgt durch die Anzahl der erforderlichen Axthiebe.
Natürlich kann die Verglasung der einbruchhemmenden Fenster auch als Multifunktions-Isolierglas ausgeführt werden, z.B. als Alarmglas oder Sonnenschutzglas. AlarmscheibenEine Alarmscheibe besteht aus ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas), welches im Zerstörungsfall an jeder Stelle der Scheibe in kleine Würfel zerspringt. Eine aufgebrachte Alarmspinne (elektrische Leiterschleife) wird hierdurch zerstört und der Stromkreis wird unterbrochen. Eine angeschlossene Alarmanlage kann hierauf reagieren. Verschluß- und KippüberwachungAls Ergänzung des Sicherheitskonzepts kann in den Beschlag eine Verschluß- und Kippüberwachung eingebaut werden. Das sind Beschlagteile, die durch elektrischen Kontakt melden, ob der Fensterflügel geschlossen oder gekippt ist. Im Gegensatz zu den nachträglich montierbaren Lösungen wird der Kontakt erst geschlossen, wenn sich auch der Fenstergriff in Verschlußstellung befindet.
Einbruchhemmende VerglasungenDie Gläser werden in DIN 52 290, angriffhemmende Verglasungen nach ihrer Schutzwirkung klassifiziert. Die A-Klasse (Durchwurfhemmung) gliedert sich in 3 Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Das Prüfverfahren simuliert den Versuch der Zerstörung der Scheibe mit einem schweren Wurfgeschoß. Hierbei fällt eine 4,11 kg schwere Metallkugel (Durchmesser 100 mm) auf eine Glasprobe (1100 x 900 mm) dreimal hintereinander aus gleicher Höhe. Die Gruppen A1 bis A3 werden hierbei durch die Fallhöhe definiert:
Die B-Klasse (Durchbruchhemmung) gliedert sich ebenfalls in 3 Gruppen mit steigender Schutzwirkung. Im Prüfverfahren wird versucht, mittels einer Axt einen Durchbruch mit einem Innenkreis von 510 mm zu schaffen. Die Gruppen B1 bis B3 werden hierbei durch die Anzahl der erforderlichen Axthiebe definiert:
Anordnung der Sicherheitsscheibe bei IsoliergläsernIn der Regel werden diese Scheiben zu Isolierglas verarbeitet, wobei die ´Sicherheitsscheibe´ auf der Innenseite angeordnet wird. Dies erhöht das Risiko des Einbrechers, weil zunächst die Normalscheibe zerstört werden muß, wodurch eine Verletzungsgefahr besteht. Außerdem verursacht dies Lärm, wodurch wiederum das Entdeckungsrisiko erhöht wird. AlarmgläserEine Alarmscheibe ist eine Isolierglasscheibe, wobei eine Scheibe aus ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) besteht, welches im Zerstörungsfall an jeder Stelle der Scheibe in kleine Würfel zerspringt. Eine aufgeklebte Alarmspinne (elektrische Leiterschleife) wird hierdurch zerstört und der Stromkreis wird unterbrochen. Eine angeschlossene Alarmanlage kann hierauf reagieren. Die Alarmscheibe muß natürlich auf der Seite eingebaut werden, von der ein Einbruchsversuch zu erwarten ist. Die Alarmspinne wird so angebracht, daß sie im Scheibenzwischenraum der Isolierglasscheibe liegt. Die andere Scheibe des Isolierglases ist dann die angriffhemmende Scheibe. Wärmeschutz, Schallschutz, SonnenschutzDer Wärmedämmwert einer Sicherheits-Isolierglasscheibe muß sich nicht von einer Isolierglasscheibe ohne Sicherheitseigenschaften unterscheiden. Es sind i.d.R. die gleichen k- und g-Werte möglich. Als Nebeneffekt haben Sicherheits-Isoliergläser einen höheren Schalldämmwert gegenüer normalem Isolierglas. (37 bis 42 dB). Für weitergehende Anforderungen kann die zweite Scheibe modifiziert werden. Isolierglas mit Sonnenschutz-Eigenschaften kann ebenfalls hergestellt werden, indem die äußere Scheibe gegen Sonnenschutzglas ausgetauscht wird. Schwieriger wird es, wenn gleichzeitig verschiedene Eigenschaften gefordert sind: Dann muß zugunsten der einen oder anderen Eigenschaft ein Kompromiß eingegegangen werden. |
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